Obedience-Seminar mit Lotta Linusson

Am Osterwochenende habe ich gemeinsam mit Andrea dieses Seminar besucht. Es war zwar mit 180,00 EUR Teilnahmegebühr mit Hund und 100,00 EUR ohne Hund recht teuer, aber um es vorweg zu nehmen, jeder Cent hat sich gelohnt.


Lotta ist Trainerin der schwedischen Nationalmannschaft Obedience und selbst schon mehrfach auf FCI- Weltmeisterschaften gestartet. Da in den skandinavischen Ländern Obedience schon sehr viel länger betrieben wird als in Deutschland, können wir immer noch einiges von dort lernen. Wobei die deutschen Sportler in den letzten Jahren mit Riesenschritten aufgeholt haben!


Aber zurück zum Seminar. Lotta hatte es so aufgebaut, dass jeder Teilnehmer seinen Hund vorstellt, mit der Übung, die er gern trainieren möchte oder wo er Probleme hat.  Für uns war es erfreulich zu sehen, dass wir mit unserem Übungskonzept genau auf  Lotta`s Linie lagen. Von daher waren also keine Umstellungen in der täglichen Arbeit notwendig. Da zum Glück jeder Teilnehmer in einer anderen Übung seine kleinen oder auch großen Probleme hatte, konnten wir uns viel anschauen und Andrea notierte fleißig jedes Detail, was für uns wichtig sein könnte.


Am Freitag habe ich meinen Devil mitgenommen, um mit ihm an der Fußarbeit, speziell den rückwärts- und seitwärts Schritten, zu arbeiten und in der Trainingseinheit am Nachmittag an den Winkeln und Wendungen. Hier wurde es richtig interessant. Mit den Schrittfolgen waren wir schon auf dem richtigen Weg, wobei Lotta noch ein paar Kleinigkeit beisteuerte, um den Übungsaufbau noch effektiver zu gestalten. Aber mit den Winkeln und Wendungen hatte Lotta eine neue Art und Weise diese zu laufen. Also schnell die Videokamera angeschaltet und diese Schrittfolgen gefilmt. Da müssen wir nun testen, ob wir diese so für einige oder auch alle unsere Hundesportler übernehmen, oder bei unserem bewährten Stil bleiben.


Mit Ares habe ich am Samstag die Sucharbeit (Geruchunterscheidung) und den Richtungsapport trainiert. Da hatte Lotta noch ein paar richtig heiße Tipps auf Lager, die auch sehr schnell eine Verbesserung der Arbeit erwirkt haben.


Das Seminar ist nun gute 2 Wochen her und wir haben viele der Hinweise in unseren Übungsbetrieb einfließen lassen. Mit Erfolg für uns selbst, aber natürlich auch mit sichtbarem Erfolg bei anderen Sportfreunden unserer Übungsgruppe. Es ist schon erstaunlich, was manchmal eine nur geringfügige Änderung in der Art und Weise der Bestätigung des Hundes oder in der Art den Hund in der Übung zu führen, für eine Verbesserung der Arbeit bewirkt.


Dafür hat es sich gelohnt zu Ostern in die Wintersachen zu schlüpfen, die Temperaturen waren wirklich nicht angenehm und ab und an Schneefall sagt ja eigentlich alles, und zwei super interessante Tage in Dresden zu erleben.


Frank